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Azure IAM: Identitäts- und Zugriffsverwaltung in Microsoft 365

Azure IAM: Identitäts- und Zugriffsverwaltung in Microsoft 365

Azure IAM (Identity and Access Management) ist die Grundlage für eine sichere und strukturierte Benutzer- und Rechteverwaltung in Microsoft 365. In diesem Blogartikel erfährst du, was Azure IAM genau ist, welche Tools und Funktionen Microsoft dafür bereitstellt und warum die Verwaltung von externen Nutzern häufig zu kurz kommt. Außerdem zeige ich dir, wie der External User Manager diese Lücke schließt – mit klaren Vorteilen bei Übersicht, Automatisierung und Sicherheit.

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Was ist Azure Identity and Access Management (IAM)?

Azure IAM beschreibt alle Prozesse, mit denen digitale Identitäten verwaltet und deren Zugriffsrechte auf Ressourcen in der Microsoft-Cloud kontrolliert werden. Früher war hierfür vor allem Azure Active Directory (Azure AD) zuständig. Heute ist dieser Dienst unter dem Namen Microsoft Entra ID Teil der Microsoft Entra Plattform, die moderne IAM-Funktionen übergreifend abbildet.

IAM regelt zwei zentrale Fragen:

  • Wer bist du? → Authentifizierung
  • Was darfst du? → Autorisierung

Ein typischer IAM-Prozess funktioniert so:

  1. Ein Benutzer meldet sich in Microsoft 365 an – zum Beispiel mit Benutzername, Passwort und einem zweiten Faktor wie SMS-Code oder App-Bestätigung.
  2. Microsoft prüft die Identität anhand gespeicherter Daten und ggf. Multifaktor-Authentifizierung.
  3. Basierend auf Richtlinien und Rollen wird entschieden, auf welche Ressourcen (Teams, SharePoint, Dateien etc.) Zugriff gewährt wird.
  4. Falls nötig, greifen weitere Bedingungen wie Gerätezustand oder Standort (Conditional Access).

IAM sorgt also dafür, dass die richtigen Personen zur richtigen Zeit Zugriff auf genau die Ressourcen erhalten, die sie für ihre Arbeit benötigen.

Warum ist Azure IAM für Microsoft 365 so wichtig?

Ohne eine durchdachte Identitäts- und Rechteverwaltung ist IT-Sicherheit kaum möglich. Azure IAM ist daher ein zentrales Element in jeder Microsoft-365-Umgebung – sowohl für kleine Unternehmen als auch für große Organisationen mit verteilten Teams.

Die wichtigsten Gründe für Azure IAM:

  • Sicherheit: Verhindert unautorisierten Zugriff auf sensible Daten.
  • Compliance: Unterstützt gesetzliche Anforderungen wie DSGVO, ISO 27001 oder NIS2.
  • Transparenz: Klare Rollen und Rechte verhindern Wildwuchs in der Rechtevergabe.
  • Automatisierung: Weniger manuelle Administration spart Zeit und reduziert Fehler.

Beispiele aus der Praxis:

  • Beim Onboarding neuer Mitarbeitender wird über Azure IAM festgelegt, welche Teams, Dateien und Apps sofort verfügbar sind.
  • Wenn jemand das Unternehmen verlässt, kann über Lifecycle Management sichergestellt werden, dass alle Zugriffsrechte automatisch entzogen werden.
  • Rechte für sensible Daten oder Admin-Zugänge werden regelmäßig über Access Reviews oder PIM überprüft und dokumentiert.

Gerade bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern oder Dienstleistern zeigt sich, wie wichtig strukturierte IAM-Prozesse sind – aber auch wo die Grenzen der Standardfunktionen liegen. Mehr dazu weiter unten im Blogartikel.

Azure Identity Management vs. Access Management

IAM setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: Identity Management und Access Management. Beide greifen ineinander, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Identity Management (Identitätsverwaltung):

  • Verwaltung von Benutzerkonten, Gastkonten, Gruppen und Rollen
  • Zuweisung zu Abteilungen, Standorten oder Projekten
  • Pflege von Profilinformationen und Attributen

Access Management (Zugriffsverwaltung):

  • Regelung, auf welche Ressourcen Nutzer Zugriff haben
  • Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien (z. B. nur Zugriff mit Firmenlaptop)
  • Einsatz von Mechanismen wie Conditional Access, RBAC (Role-Based Access Control), OAuth, SAML

Nur wenn beide Bereiche sauber ineinandergreifen, entsteht ein sicheres, wartbares IAM-System. Beispiel: Ein Benutzer ist in der Abteilung „Finanzen“ (Identity Management), erhält daher Zugriff auf das Budget-SharePoint (Access Management), aber nur wenn er sich mit MFA über ein Firmen-Endgerät anmeldet.

Die wichtigsten Azure IAM-Services in Microsoft 365 im Überblick

Microsoft bietet zahlreiche Services, um IAM vollständig in der Cloud abzubilden. Hier eine Auswahl der wichtigsten Azure IAM-Services:

  • Microsoft Entra ID (ehemals Azure AD): Der zentrale Identity Provider für Microsoft 365
  • Conditional Access: Steuerung des Zugriffs basierend auf Standort, Gerät, Risikolevel u. a.
  • Multi-Factor Authentication (MFA): Zusätzlicher Schutz gegen kompromittierte Konten
  • Privileged Identity Management (PIM): Temporäre Zuweisung von Admin-Rechten mit Genehmigungsprozessen
  • Access Reviews: Regelmäßige Überprüfung von Berechtigungen durch Vorgesetzte oder Systemverantwortliche
  • Lifecycle Management: Automatische Erstellung, Änderung und Löschung von Benutzerkonten
  • Azure AD B2B: Einladung und Verwaltung externer Geschäftspartner

Diese Services lassen sich kombinieren, um ein ganzheitliches IAM-Konzept mit klar definierten Rollen, Zugriffen und Sicherheitsstufen aufzubauen.

Azure IAM für externe Benutzer: Ein oft vernachlässigter Bereich

Während Microsoft Entra ID für interne Nutzer umfangreiche Funktionen bietet, bleiben externe Benutzer oft ein blinder Fleck im System. Zwar ermöglicht Azure AD B2B das Einladen von Microsoft Teams Gästen, doch bei der Verwaltung stößt man schnell an Grenzen:

  • Kein vollständiger Überblick über alle Gastkonten
  • Veraltete oder inaktive Gäste bleiben unbemerkt im System
  • Manuelles Onboarding über Einzeleinladungen ist fehleranfällig
  • Keine Ablauffristen oder automatische Verlängerungen
  • Keine integrierte Übersicht innerhalb von Microsoft Teams

Gerade in Unternehmen mit vielen Gastnutzern führt das zu Sicherheitsrisiken, fehlender Transparenz und erhöhtem Aufwand für IT-Admins.

Mehr zu den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Microsoft Teams Gastzugang findest du in unserem Blogartikel dazu.

External User Manager: Ergänzung für Azure IAM

Der External User Manager (EUM) ergänzt die Azure IAM-Funktionen gezielt um alles, was für das Management von Gastnutzern fehlt. Als App für Microsoft Teams hilft EUM dabei, externe Benutzer strukturiert zu verwalten – automatisiert, nachvollziehbar und DSGVO-konform.

Was EUM bietet:

  • Import aller vorhandenen Gastnutzer – auch vor der Einführung von EUM
  • Automatisiertes Onboarding von Gästen mit Antragsformularen
  • Einbindung von Genehmigungsprozessen
  • Gast-Accounts mit Ablaufdatum, Verlängerung oder automatischer Entfernung
  • Zentrale Übersicht aller Gäste – direkt in Microsoft Teams
Microsoft 365: Lebenszyklen für existierende Gäste
BereichMicrosoft IAMExternal User Manager
Interne Benutzerverwaltung✅ Ja
Externe Benutzerverwaltung⚠️ Eingeschränkt✅ Vollständig
Automatisiertes Onboarding⚠️ Teilweise✅ Ja
Gast-Import❌ Nicht möglich✅ Ja
Ablauf-Management⚠️ Manuell✅ Automatisiert
Integration in Teams❌ Nein✅ Ja

Die meistgestellten Fragen zu Azure IAM (FAQ)

Was ist Azure IAM?

Azure IAM steht für Identity and Access Management in der Microsoft-Cloud. Es regelt, wer sich anmelden darf und welche Berechtigungen er oder sie erhält.

Wie funktioniert Azure IAM grundsätzlich?

Azure IAM prüft bei jeder Anmeldung, wer du bist (Authentifizierung) und was du darfst (Autorisierung). Auf Basis von Benutzerrollen, Gruppen, Sicherheitsrichtlinien und Gerätezustand wird entschieden, ob der Zugriff auf eine bestimmte Ressource erlaubt ist oder nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Entra ID und Azure AD?

Azure AD wurde von Microsoft in Entra ID umbenannt. Die Funktionen sind größtenteils identisch, der neue Name soll die Plattform besser im Entra-Portfolio positionieren.

Wie unterscheidet sich Identity Management von Access Management?

Identity Management kümmert sich um Benutzerkonten und Gruppen. Access Management steuert den Zugriff auf Ressourcen – basierend auf Rollen, Regeln oder Geräten.

Welche Microsoft-Services gehören zu Azure IAM?

Zu Azure IAM zählen unter anderem Microsoft Entra ID (ehemals Azure AD), Conditional Access, Multi-Factor Authentication (MFA), Privileged Identity Management (PIM), Access Reviews und Lifecycle Management. Diese Dienste bilden gemeinsam die Grundlage für die Verwaltung von Identitäten und Zugriffsrechten in Microsoft 365.

Warum reicht Azure IAM allein nicht aus?

Für interne Nutzer ist Azure IAM gut geeignet. Für externe Gäste fehlen jedoch zentrale Funktionen wie eine Übersicht, automatisierte Abläufe oder integrierte Genehmigungsprozesse. Tools wie der External User Manager ergänzen diese Lücken und verbessern die Kontrolle über Gastzugänge deutlich.

Wie unterstützt der External User Manager beim Azure IAM?

Der External User Manager ergänzt Azure IAM gezielt im Bereich der externen Benutzerverwaltung. Er bietet Übersicht über alle Gäste, automatisiertes Onboarding, Ablaufregeln und Genehmigungsprozesse – direkt integriert in Microsoft Teams.

Fazit: Azure IAM richtig nutzen

Azure IAM ist das Fundament für sichere Identitäts- und Rechteverwaltung in Microsoft 365. Mit Entra ID, MFA, Conditional Access, PIM und weiteren Tools stellt Microsoft eine leistungsfähige Basis bereit. Doch gerade im Bereich der externen Benutzer gibt es funktionale Lücken.

Mit dem External User Manager bekommst du genau die Erweiterung, die dir im Alltag fehlt: Übersicht über alle Gäste, automatisierte Prozesse, einfache Integration in Teams und ein klarer Fokus auf Sicherheit und Compliance.

Best Practices für dein Azure IAM Setup:

  • Verwende MFA konsequent für alle Nutzer – intern und extern
  • Führe regelmäßige Access Reviews durch, besonders bei sensiblen Daten
  • Nutze PIM für alle Admin-Zugänge
  • Setze auf Ablaufdaten und klare Richtlinien für Gäste
  • Ergänze Azure IAM mit spezialisierten Tools wie dem External User Manager

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